|Bernd Mattiebe / www.mattiebe.de
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Geboren 1960 in Stuttgart
Lebt/arbeitet in Stuttgart (D) und Gouda (NL)

1985-90
Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei den Professoren
Dieter Groß und Rudolf Haegele

seit 1990
Freischaffender Künstler

Preise und Stipendien
2000
— Workshop-Studio, San Jose, California, USA

Kunst am Bau
1996/2006/2007
— Großflächige Glasmalerei, Verlag Straubinger, Stuttgart

Ausstellungen (Auswahl 2005-2017)
Kunsthalle Ravensburg, Ravensburg
Städtische Galerie, Reutlingen
Städtischen Galerie, Karlsruhe
Städtische Galerie, Donaueschingen
Kulturverein Zehntscheuer, Rottenburg
Galerie ABTART, Stuttgart
Kunstgebäude, Stuttgart
Kunstbezirk, Stuttgart
SOKA-Museum, Aliso Viejo (USA)
Galerie Tobias Schrade, Ulm
Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
Forum Kunst, Rottweil
ifct, Los Angeles (USA)
Villa Merkel, Esslingen
San Antonio Gallery, Los Angeles (USA)
Galerie Nero, Wiesbaden
Ulmer Museum, Ulm
Goethe-Institut London (GB)
Villa Haiss, Zell a.H.
Centro Cultural Parque de España (E)
Goethe-Institut Rom (I)
Galerie ABTART, Stuttgart
Kyoto Meadia Art Weeks 2005, Kyoto (J)

 

Selbst – Sehen. Der Maler Bernd Mattiebe

Versucht man den neuen Arbeiten von Bernd Mattiebe auf die Spur zu kommen, fällt mir – und ich verfolge seine Entwicklung seit etwa 20 Jahren – vor allem die Kontinuität und die Konsequenz in seiner Arbeit auf. Bernd Mattiebe ist allen Tagesmoden zum Trotz noch immer nicht an erzählerischer Malerei interessiert. Die Malerei wird bei Ihm nicht zum Ausmalen von Geschichten eingesetzt. Aber was ist sein eigentliches Thema? Er untersucht seit Jahrzehnten die Farbe selbst. Untersuchen bedeutet aber bei Mattiebe nicht, systematisch Farbpsychologie oder die Physiologie der Farbe auszuloten. Er versucht auch nicht Primärfarben auf der Bildfläche in eine konkret-konstruktiven Ordnung einzubinden. Auch das Verhältnis von Ordnung und Chaos ist für ihn kein Kriterium. Es ist seit Jahren an der Erkundung von Farbe als extremem Reiz interessiert. Vielleicht ist es aber insgesamt sogar weniger: „Farbe extrem“, – eine Feststellung, die ich 1995 einmal in einem Beitrag über den Maler getroffen habe. Heute würde ich es weniger radikal formulieren: der Maler stellt die Frage nach dem ästhetischen Reiz von Farbe überhaupt. Es geht also nicht um das maximale Ausreizen von Farbe, nicht um die Darstellung von Farbe als visuellem Schock. Der Künstler arbeitet oft mit Leerstellen, mit Mut zur Lücke, indem er die Textur der nicht grundierten Leinwand für seine Zwecke einsetzt. Es gibt bei ihm keine Bild füllenden All-over-Strukturen, kein dripping a la Jackson Pollock, aber auch nicht die klar definierten Farbfeldern eines Barnett Newman. (Dr. Tobias Wall)